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Wettbewerbe

Deutsche Olympiade der Geowissenschaften

By Allgemein, Wettbewerbe

Der Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo) stellt eine übergreifende geowissenschaftliche Vereinigung dar, deren Ziel die Förderung der Geowissenschaften und deren Anwendung in der Ausbildung, deren Vertretung in Politik und Gesellschaft sowie der Transfer von Wissen ist.

Der Dachverband wurde am 3. September 2015 in Berlin von vier großen geowissenschaftlichen Vereinigungen in Deutschland, DGG, DGGV, DMG und PalGes gegründet. Als assoziierte Mitglieder wurden die DTTG und die FH-DGGV aufgenommen. Weiterführende Informationen sind der Homepage des DVGeo zu entnehmen (https://www.dvgeo.org).

Seit dem Schuljahr 2023/24 organisiert der DVGeo für Schüler die Deutsche Olympiade der Geowissenschaften. Dieser bundesweite Wettbewerb baut auf Schulwissen aus der Geographie sowie aus Chemie, Physik und Biologie auf und vermittelt tiefere Einblicke in die Geowissenschaften. Die Deutsche Olympiade der Geowissenschaften ist auch gleichzeitig der nationale Auswahlwettbewerb für die etablierte International Earth Science Olympiad (IESO, siehe Erfahrungsbericht).

Nach ca. 200 Teilnehmern im vergangenen Schuljahr haben in diesem Schuljahr über 3000 Schüler am 7. November an der 1. Runde teilgenommen. Die Teilnahme am Wettbewerb ist für Schüler ab der 9. Jahrgangsstufe bis zur Q1 (d.h. in Bayern bis einschließlich zur Q12) möglich und wird dezentral, unter Aufsicht einer Lehrkraft, an den teilnehmenden Schulen durchgeführt. Dabei stellen sich die Teilnehmer verschiedenen Aufgaben (Multiple-Choice) aus der Geologie, der Geophysik, der Mineralogie und der Paläontologie. Detailliertere Informationen zum Wettbewerb sind auf der Homepage (https://www.geowissenschaften-unterrichtsmaterial.de/olympiade-der-geowissenschaften) zu finden. Dort entdeckt man auch zu vielen Themen praktische Unterrichtsbeispiele. Um tiefergehend Einblicke in die Didaktik der Geowissenschaften zu bekommen ist das gleichnamige Lehrbuch, geschrieben von Dr. Sylke Hlawatsch und Prof. Dr. Dirk Felzmann, sehr empfehlenswert.

Der organisatorische Aufwand für die Geographielehrkräfte bzw. die organisierende Lehrkraft an der Schule ist überschaubar:

  1. Interesse abfragen & Schüler motivieren: In den ersten Schulwochen wurde in den Geographieklassen das Interesse abgefragt, Schüler motiviert und interessierte Schüler einem Team bei MS Teams der Schule hinzugefügt, worüber dann die Kommunikation und Vorbereitung (bspw. Materialhinweise) lief.
  1. Befreiungen durch Schulleitung einholen: Die Teilnehmer wurden dann am Tag der ersten Runde für zwei Unterrichtsstunden vom regulären Unterricht befreit und lösten unter Aufsicht im Computerraum die Aufgaben.
  1. Auf die Ergebnisse warten: Die Ergebnisse erhielt die Schule (genauer: die verantwortliche Lehrkraft) ca. eine Woche nach dem Wettbewerb vom DVGeo via E-Mail zugeschickt. Die besten 400 Teilnehmer erhielten eine „Bronze-Urkunde“, die beste 200 eine „Silber-Urkunde“ und die besten 50 eine „Gold-Urkunde“ sowie jeder weitere Teilnehmer eine Teilnahmeurkunde und die Information darüber, wie viele Punkte erreicht wurden. Eine sehr positive und motivierende Art, die Ergebnisse zu bewerten!

Ausschreibung der Voss-Stiftung zum „Innovationspreis für Schulgeographie“

By Allgemein, Wettbewerbe

Mit dem „Innovationspreis für Schulgeographie“ zeichnet die Frithjof-Voss-Stiftung alle zwei Jahre während des Deutschen Kongresses für Geographie eine Schule aus, die sich in besonderer Weise und langfristig für die geographische, wissenschaftsnahe Bildung eingesetzt hat.

Dabei werden keine Einzelpersönlichkeiten ausgezeichnet. Es wird von sich bewerbenden Schulen erwartet, dass sie ihre Ziele und Maßnahmen innovativer geographischer Bildung bereits erfolgreich praktiziert haben (dass sie somit die Umsetzung ihrer Ideen belegen können). Auch das Wirken der Unterrichtsarbeit in die Öffentlichkeit hinein ist erwünscht. Der Preis besteht neben einem Preisgeld in Höhe von 3000,- € aus einer Bronzestatuette („Die schöne Gaia“) sowie einer Bronzeplakette.

Das Preisgeld ist ausschließlich für den weiteren Ausbau der Geographieabteilung zu verwenden. Während die Statuette nach zwei Jahren an die neue Preisträgerin weiterwandert, verbleibt die Plakette bei der ausgezeichneten Schule.

Hiermit ergeht die Aufforderung an Schulen, sich um den Innovationspreis für Schulgeographie 2025 zu bewerben.

Bewerbungsschluss ist der 15. April 2025.

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine von der Voss-Stiftung eingesetzte unabhängige Kommission von Schul- und Hochschulgeographen/-geographinnen.

Bewerbungen mit aussagekräftigen Unterlagen über die geographische Bildungsarbeit der jeweiligen Schule, auch in Form von Projektarbeit und/oder Präsentationsergebnissen von schulischen Resultaten in der Öffentlichkeit, sind per Mail parallel zu richten an:

Dr. Simone Reutemann, 2. Vorsitzende des VDSG, E-Mail: reutemann@vdsg.de

und

Prof. Dr. Frithjof Voss Stiftung, Stiftung für Geographie, E-Mail: geographie@voss-stiftung.de

Geo Innovativ 2025 – Wettbewerb für neue Unterrichtsideen in der Geographie

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Der Verband Deutscher Schulgeographie (VDSG) und der Ernst Klett Verlag schreiben zum siebten Mal den Wettbewerb für neue Unterrichtsideen in der Geographie für das Jahr 2025 aus. Dieser Wettbewerb richtet sich an Lehrkräfte im Referendariat sowie an Lehrkräfte, die zum Zeitpunkt der Einreichung maximal 5 Jahre im Schuldienst sind.

Thema: „Welt verstehen – Welt gestalten“

Eingereicht werden können Entwürfe für eine Unterrichtsidee (bis max. 2 Doppelstunden) zu allen Themen im Fach Geographie der Jahrgangsstufen 5 bis 13. Die Lerneinheit muss neu und erprobt und soll didaktisch und methodisch innovativ sein. Die Bewerberinnen und Bewerber sollen dabei überzeugend darlegen, warum die Unterrichtsidee für ihre Schülerinnen und Schüler besonders attraktiv ist und sie dazu befähigt, die jetzige Welt zu verstehen und die zukünftige Welt mitzugestalten. Die Lerneinheit muss alltagstauglich nachvollzogen und damit auf andere Lerngruppen übertragen werden können.

Jugend forscht 2024: Auszeichnung mit geographischen Sonderpreisen vom VDSG und der DGfG

By Archiv, Wettbewerbe

Das Bundesfinale von Jugend forscht fand vom 30. Mai bis 02. Juni 2024 im Science Center experimenta in Heilbronn statt. Im Fachbereich Geo- und Raumwissenschaften wurden auch dieses Mal wieder erfreulicherweise fünfzehn Arbeiten vorgestellt, die deutschliche Schwerpunkte im Bereich der Fragen zum Klimawandel und in der Astronomie hatten. Von der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) wurde ein Sonderpreis für eine besonders gelungene wissenschaftliche Arbeit aus dem Bereich der Geographie vergeben und mit dem Sonderpeis des Verbands Deutscher Schulgeogaphen (VDSG) wurde eine Arbeit ausgezeichnet, die aus dem geographischen Schuluntericht entstanden ist.

Sonderpreis des VDSG
Abdullah Arslan, Theodor Büche und Janus Leuendorf (Lessing-Gymnasium, Berlin) hatten eine Arbeit mit dem Titel „H1-Wellen-Radioteleskop zur Nutzung in der Schule“ eingereicht. Darin zeigten sie auf, wie man das Weltall nicht nur im Spektrum des Lichtes erforschen kann, sondern auch anhand von Radiowellen, die von der interstellaren Materie ausgehen. Besonders gut lassen sich die Wellen entdecken, die Wasserstoff aussenden. Die drei Jungforscher bauten mit einfachen Mitteln ein Radioteleskop, das genau diese Wellen erfassen kann. Zu diesem Zweck nutzten sie eine handelsübliche Wi-Fl-Parabolantenne und einen kostengünstigen Radioempfänger, wobei sie die Signale mit einem Laptop aufzeichneten. Auf diese Weise entstanden Bilder vom All, die zum Beispiel auch die Bewegungen von Wasserstoffwolken zeigen, weil sich bei den empfangenen Wellen der Doppler-Effekt bemerkbar macht. Damit machten es die Jungforscher für Schulen mit geringem Lehrmitteletat möglich, auch einen Blick ins All zu tätigen. Für Beratung anderer Schulen stehen sie ausdrücklich gerne zur Verfügung.

Sonderpreis der DGfG
Tom Sprinz, Thomas Hergetz und Vit Werner (Ludwig-Frank-Gymnasium, Mannheim) wiesen in ihrer Arbeit „Die Albedo 2.0 – ein Baustein in der Anpassung an den Klimawandel?“ auf die Tatsache hin, dass je heller eine Fläche ist, desto weniger erwärmt sie sich bei Sonneneinstrahlung. Aus diesem Grund untersuchten sie an selbst konstruierten Modellhäusern, in welchem Maße sich die Farbe von Dachziegeln auf die Innentemperatur eines Gebäudes auswirkt. Bei ihren Messungen lag die Temperatur in einem Haus mit weißen Dachziegeln im Durchschnitt knapp 1° Celsius niedriger als bei einer konventionellen Ziegelfarbe. Diese Ergebnisse rechneten die drei Jungforscher anschließend auf mehrere Mannheimer Stadtteile hoch, indem sie zunächst die Gesamtheit der Dachflächen bestimmten. Dann berechneten sie die Energiemenge, die im Untersuchungsgebiet pro Jahr bei weißen Dachbelägen weniger absorbiert werden würde. Das könnte Architekten künftig dazu anregen, bei Dächern hellere Baustoffe zu verwenden. Ein Problem stellen dabei die derzeit gültigen Bauvorschriften dar. Sie müssten geändert werden, so wie das in Teilen Kaliforniens bereits geschehen ist.
Die hohe Wertschätzung der Arbeit durch das Juroren-Team drückt sich auch in der Tatsache aus, dass sie in der Gesamtwertung den zweiten Platz belegte und zusätzlich noch einen Sonderpreis für eine Arbeit zum Thema „Energiewende und Klimaschutz“ erhielt.

Platzierungen im Bereich Geo- und Raumwissenschaften
• 5. Platz: Astronomische Arbeit – Marie-Louise Rulf (Stiftung Louisenlund, Güby/Schleswig-Holstein) – „Hinweis auf supermassereiche Dunkle Sterne in JWST-Daten“
• 4. Platz: Astronomische Arbeit – Maximilian Maurer (Landesschule Pforta/Sachsen-Anhalt) – „Analyse des nicht-geometrischen Tilt-to-length coupling höherer Hermite-Gauß Moden“
• 3. Platz: Clara Köstler (Maria Ward-Schule, Mainz/Rheinland-Pfalz) – „Die Mikrostruktur der Flussperlmuschel – ein Proxy für Temperatur?“
• Bundessieger: Astronomische Arbeit – Anna Maria Weiß (Einstein-Gymnasium, Neuenhagen bei Berlin/Brandenburg) – „Der neue Exoplanet TOI1147b“

Die Wettbewerbsrunde 2024/25 hat bereits begonnen. Der Anmeldeschluss ist der 30. November 2024. Weitere Informationen sind erhältlich bei der Stiftung Jugend forscht e.V., Baumwall 3, 20459 Hamburg, Tel. 040/374709-0, Mailanschrift info@jugend-forscht.de oder unter www.jugend-forscht.de

Volker Huntemann

Die cleversten Geographie-Talente Deutschlands: 17 Schülerinnen und Schüler gewinnen den Diercke WISSEN Wettbewerb auf Landesebene

By Archiv, Wettbewerbe

Wie unterscheiden sich ein Taifun, ein Hurrikan und ein Zyklon voneinander? Wie hoch ist der Anteil der regelmäßigen Radfahrerinnen und Radfahrer an der Bevölkerung in Deutschland? Wer im Diercke WISSEN Wettbewerb weiterkommen möchte, braucht die richtigen Antworten auf Fragen wie diese. 17 Schülerinnen und Schüler haben sich bereits mit außerordentlichen Geographie-Kenntnissen in ihren Bundesländern und den deutschen Auslandsschulen in der Landesrunde des Wettbewerbs durchgesetzt. Insgesamt nahmen dieses Jahr rund 300.000 Schülerinnen und Schüler der siebten bis zehnten Klassen teil. Nun geht es in die letzte Runde: Das Bundesfinale des Wettbewerbs findet am 07.06.2024 in Braunschweig statt.

Umweltschutz, Migration, Konflikte und Co.: Im Geographie-Unterricht lernen Schülerinnen und Schüler, komplexe globale Herausforderungen besser zu verstehen und sich mit möglichen Lösungen auseinanderzusetzen. „Geographie ist auf vielen Ebenen für die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler spannend: Aktuelle Krisen, das Weltgeschehen und der Klimawandel werden in keinem anderen Fach so anschaulich vermittelt. Daher freue ich mich, dass diese wichtigen Themen im Wettbewerb spielerisch vermittelt werden, die Schülerinnen und Schüler Spaß an den Fragebögen haben und Anerkennung für Ihre Leistungen erhalten,“ erklärt Antje Kapsch, Fachgruppenleiterin Erdkunde am Wilhelm Gymnasium in Braunschweig.
Geographie-Champion in vier Runden

Alle Schülerinnen und Schüler, die nicht älter als 16 Jahre sind und eine Schule in Deutschland oder eine deutsche Schule im Ausland besuchen, können an dem Wettbewerb teilnehmen. In vier Runden stellen sie ihr Wissen unter Beweis. Die Landessiegerinnen und Landessieger haben sich bereits in drei Runden durchgesetzt: in ihrer Klasse, in ihrer Schule und zuletzt in ihrem Bundesland.
Carolin Höding vom Westermann Verlag erklärt: „Die Schülerinnen und Schüler haben dieses Jahr wieder grandiose Leistungen gezeigt. Sie haben bewiesen, dass sie komplexe Zusammenhänge erkennen und verstehen können. Es ist schön zu sehen, wie sich junge Menschen für Geographie begeistern. Ich freue mich nun riesig, die Landessiegerinnen und Landessieger im großen Finale kennenzulernen.“

 

Das große Wettbewerbsfinale findet live in Braunschweig statt. Dabei wartet auf die 17 jungen Landessiegerinnen und Landessieger eine neue Herausforderung: Im Live-Quiz treten sie erstmals direkt gegeneinander an.

 

Save the Date: Bundesfinale Diercke WISSEN am 7. Juni 2024 in Braunschweig

Bericht über Diercke iGeo 2024

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Diercke iGeo-Olympiade 2024: Internationaler Erfolg des deutschen Teams

Hanna Münzer (Gymnasium Puchheim) kehrt mit einer Silbermedaille zurück

Im letzten Heft unserer Verbandszeitschrift „Der Bayerische Schulgeograph“ (H. 92, 2024, S. 56) hatten wir vom großartigen 2. Platz im Bundeswettbewerb Diercke iGeo für Hanna Münzer berichet. Sie hatte sich ebenso wie die weiteren Team-Mitglieder (Philipp Liebold/Sachsen, Jonas Allert/Nordrhein-Westfalen, Julius Friedrich Plehn/Thüringen) für die 20. Internationale Geographieolympiade in Maynooth bei Dublin qualifiziert. Wie ist es nun weitergegangen?

Vorbereitung auf die Teilnahme an der iGeo-Olympiade 2024

Das Team traf sich an einem Wochenende im März 2024 zu einem intensiven Trainingslager im Perthes Archiv in Gotha unter der Leitung von Bundeswettbewerbsleiter Dr. Florian Ringel. Nach einer ersten Pressekonferenz und einer Führung durch die Perthes-Sammlung ging es an die Trainingsarbeit. Zahlreiche alte iGeo-Klausuren wurden durchgegangen und es wurde für den obligatorischen Multimediatest geübt. Zudem hat die Mannschaft eine Zählung und eine Kartierung für den praktischen Teil der Prüfung durchgeführt. Neben der Besprechung von vielen Einzelfragen und -aspekten fand auch noch ein Empfang durch den Oberbürgermeister der Stadt Gotha mit anschließender kurzer Stadtführung statt. Mit vielen neuen Anregungen und Tipps verließ das National-Team Gotha und war sich sicher: „Wir sind für die iGeo-Olympiade in Irland bestens vorbereitet!“

Gemeinsam mit Dr. Florian Ringel und Johannes Zorn trat das deutsche National-Team dann die Reise nach Maynooth bei Dublin an, wo vom 19. – 27.08.2024 dann die Internationale Geographieolympiade stattfand. Die vier deutschen Jugendlichen traten dabei in den Wettkampf mit Teilnehmenden im Alter von 16 bis 19 Jahren aus 45 weiteren Ländern an.

Hannas Eindrücke von ihrem Irland-Aufenthalt

„Neun Tage, die sich anfühlen wie einer und gleichzeitig wie ein ganzes Jahr. Als wir in Berlin ins Flugzeug gestiegen sind, war zumindest ich vor allem nervös, besagte neun Tage später wollte ich dann gar nicht mehr zurück. Die iGeo 2024 war eine einzigartige, wenn auch anstrengende Zeit, mit vollen Tagen und anspruchsvollen Klausuren, sodass man spät abends todmüde in sein Bett gekippt ist. Aber es waren die Leute, die dafür gesorgt haben, dass man es gar nicht erwarten konnte, am nächsten Tag wieder aufzustehen, um mit ihnen zu quatschen, sich über Geographie und unsere verschiedenen Länder auszutauschen und so Freundschaften in aller Welt zu finden. Bleibt noch, sich zu bedanken. Bei unseren Teamleadern Florian und Johannes sowie meinen Teamkollegen für die tolle Zeit, und allen anderen vom Team Germany für ihre Unterstützung! Allen zukünftigen iGeo Germany Teams wünsche ich viel Erfolg und eine ebenso gute Zeit, wie wir sie hatten!“

Planung für die weitere Entwicklung

Abschließend kann gesagt werden, dass die beiden deutschen Team-Leader (Dr. Florian Ringel, Johannes Zorn) sich mit zahlreichen anderen internationalen Team-Leadern austauschen konnten und dass sie mit neuen Ideen in die nächste Diercke iGeo-Saison gehen. „Wir werden uns um eine offizielle Anerkennung des Wettbewerbs bei der KMK bemühen, damit die Bedeutung der Veranstaltung dieser auch endlich gerecht wird. In vielen anderen Ländern ist die iGeo das (!) Aushängeschild der Schulgeographie und es wird erheblich mehr an Arbeitsaufwand (z.T. hauptamtlich) und finanziell investiert, damit der Imagegewinn hoch bleibt.“

Die Vorsitzende im Landesverband Bayern im Verband Deutscher Schulgeographie (VDSG), Evelin Mederle, gratuliert Hanna Münzer zum großartigen internationalen Erfolg. An die Betreuerin, Marianne Brandl-Dierschke, gehen ebenfalls Glückwünsche und Anerkennung für die hohe Qualität des bilingualen Unterrichts am Gymnasium Puchheim.

Der Start der nächsten Wettbewerbsrunde erfolgt bald

Die nächste iGeo-Runde startet bereits nach den Sommerferien 2025 mit den Wettbewerben auf Schulebene. Es wäre sehr wünschenswert, wenn die Anzahl der Teilnehmenden weiter gesteigert werden könnte. In dieser Wettbewerbsrunde werden die Mitglieder für das Nationalteam der nächsten internationalen Geo-Olympiade in Istanbul (Türkei) 2026 ermittelt. Nähere Informationen zum iGeo-Wettbewerb unter: https://diercke.de/diercke-igeo .

Volker Huntemann

Diercke Wissen 2023 – Bericht von Dagmar Körber über das Bundesfinale am 16.06.2023 in Braunschweig

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Auch nach der durch Corona bedingten Pause erfreut sich der vom Westermann-Verlag und dem Verband Deutscher Schulgeographie (VDSG) organisierte und durchgeführte Geographie-Wettbewerb DIERCKE Wissen wieder großer Beliebtheit. Knapp 300 000 Schüler/-innen haben sich im Jahr 2023 deutschlandweit daran beteiligt.

Nach dem Durchlauf der drei ersten Runden auf Klassen-, Schul- und Bundeslandebene standen die Sieger/-innen der 16 Bundesländer fest. Bayerns bester Geographieschüler war in diesem Jahr Leopold von Uckermann vom Gymnasium Gauting. Er durfte am 16.06.2023 zum großen Bundesfinale nach Braunschweig reisen, das heuer endlich wieder live stattfinden konnte.

Das Prozedere des Bundesfinales wurde zwischenzeitlich verändert, alle Bundeslandsieger/-innen, 13 Schüler und drei Schülerinnen, bearbeiten jetzt zusammen mit dem Gewinner der deutschen Auslandsschulen bereits in der Vorrunde zur gleichen Zeit die teilweise sehr komplexen und schwierigen Fragen auf ihren Bildschirmen. Beim diesjährigen Finale bestanden die gestellten Aufgaben aus jeweils vier Fragen, die drei Kategorien zugerechnet werden können: Deutschland – Europa – Welt. Neben naturgeographischen Fragen, wie z. B. „Ordne den gezeigten Umrissen großer deutscher Binnengewässer die gegebenen Namen zu.“ oder „Finde das deutsche Bundesland, das nur an ein weiteres Bundesland grenzt und kein Stadtstaat ist.“ spielten bereits in der Vorrunde aktuelle Aspekte wie Klimawandel, Energieerzeugung, Nachhaltigkeit oder Migration eine wichtige Rolle. Hierzu drei Beispiele:

– Vier Kreisdiagramme aus vier verschiedenen europäischen Ländern, die jeweils den Anteil der Energieträger an der Stromerzeugung im Jahr 2021 darstellen, gilt es, den vorgegebenen Ländern zuzuordnen.

– Sechs Staaten (China, Sudan, Äthiopien, Schweden, Kasachstan und Papua-Neuguinea) müssen anhand einer Atlaskarte bzgl. ihrer Nachhaltigkeit in die richtige Reihenfolge gebracht werden.

– Zu den Ländern Polen, Deutschland, Italien und Schweden soll jeweils die richtige Zahl von Asylanträgen im Jahr 2022 gefunden werden.

Die drei Besten der Vorrunde kamen aus Sachsen, Nordrhein-Westfalen und aus Barcelona/Spanien. Diese drei mussten nun in der Hauptrunde gegeneinander antreten. Den Bundessieg 2023 errang schließlich der Schüler aus Sachsen. Unser bayerischer Vertreter hat sich gut geschlagen und war mit großem Eifer dabei. Aufgrund der neuen Regeln gehört auch er zu der Gruppe der 14 Viertplatzierten.

Auch in diesem Jahr gilt mein Dank allen Kolleginnen und Kollegen an den Schulen für die Teilnahme und die zusätzliche Arbeit, die die Organisation und die Korrektur des Wettbewerbs mit sich gebracht haben. Bitte motivieren Sie auch im kommenden Jahr Ihre Schülerinnen und Schüler wieder zur Teilnahme am Wettbewerb oder steigen Sie neu bei DIERCKE Wissen 2024 ein.

Bundesfinale 2023 Diercke Wissen mit dem bayerischen Landessieger Leopold von Uckermann (vorne/zweiter v. li.)
Foto: V. Huntemann